Jungle Urbaine

Jungle Urbaine

Amael Ramand

Die Serie „Jungle Urbaine“ befasst sich mit unserer komplexen und intimen Beziehung zur Natur, die im weitesten Sinne verstanden wird. Sie stellt die Frage, wie jeder Einzelne in einem städtischen Kontext, der oft weit entfernt von allem Lebendigen ist, versucht, eine Verbindung zur Natur herzustellen, je nach sozialer Schicht und Möglichkeiten.

Ob es sich um einen einfachen Blumentopf auf dem Balkon oder um gestaltete Grünflächen handelt, die Serie zeigt, wie der Mangel an Natur unsere Räume und unsere Identitäten beeinflusst und wie wir durch manchmal bescheidene Gesten versuchen, die Präsenz des Lebendigen im Herzen der Stadt wieder einzuführen.

bleib weg, komm näher

bleib weg, komm näher

Catherina Ebert

Die Serie erkundet das Gefühl, einsam zu sein, obwohl man nicht alleine ist. Gefangen in einem Zustand zwischen Rückzug und Sehnsucht nach Verbindung.

kurze schnelle Schritte

kurze schnelle Schritte

Fidelis Nonnenbroich

Seinem fotografischen Interesse für das Aufeinandertreffen von öffentlichen und politischen Realitäten folgend, lädt Fidelis Nonnenbroich in seiner neuen Serie den Betrachter in die quixotische Welt der Verteidigungskongresse und Militärmessen ein. Ein Raum, in dem die Verteidigung dem Angriff verdächtig ähnlich sieht.

In Liebe, Dein Schatz

In Liebe, Dein Schatz

Melanie del Giudice

Dafür, dass wir alle einmal sterben werden, beschäftigen wir uns erstaunlich wenig damit, was mit uns und unseren Liebsten passiert, wenn es soweit ist. Der Tod ist allgegenwärtig – und zugleich weitgehend unsichtbar. In einer Gesellschaft, die das Leben feiert und auf Produktivität, Jugend und Fortschritt ausgerichtet ist, scheint der Tod keinen Platz zu haben. Er wird aus dem öffentlichen Raum verdrängt, in Institutionen ausgelagert, in Sprache und Bildern beschönigt oder vermieden. Die fotografische Arbeit „In Liebe, Dein Schatz“ setzt genau hier an: Sie sucht den direkten, respektvollen Blick auf den Tod – nicht als Schock, sondern als Teil des Lebens.

“In Liebe, Dein Schatz” ist eine fotografische Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen des Todes und den Menschen, die sich jeden Tag mit ihm umgeben. Es geht ums Hinschauen, ums Nicht-verstecken – und letztlich ums Leben selbst.

Who’s that girl?

Who’s that girl?

Luisa Mielenz

Nachmittage in einem Mädchenfreizeitzentrum in Neukölln – ein offener, geschützter Raum für Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 20 Jahren. Hier entstehen, zwischen Küche und Sofa, Basteltisch und Tanzraum, Nähe und Solidarität. Gespräche über Schule, verknallt sein, Rassismus, Körper und Grenzen. Ein Ort, an dem die Mädchen einfach sein können – laut, ruhig, wütend, müde, neugierig und emanzipiert.

Trotz aller Unterschiede teilen die Mädchen etwas Grundsätzliches: das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Freundschaft, Austausch, Verständnis, nach einem Raum, in dem nichts erklärt oder versteckt werden muss. Ein zweites Zuhause, das Freiraum schafft. Es wird zusammen gespielt, es gibt Koch- und Tanzangebote, Hausaufgabenhilfe und einen Garten, in dem Geburtstage gefeiert werden oder gepicknickt wird.

Die fotografische Arbeit „Who’s that Girl?“ zeigt eine Auswahl an Aufnahmen, die über vier Monate entstanden sind. Wöchentlich konnte ich sie begleiten, den Raum kennen lernen und in verschiedenste Lebensrealitäten eintauchen. Meine Serie versucht die Übergangszeit des „Jugendlich-Seins“ festzuhalten.