Gottlose Göttlichkeit

Gottlose Göttlichkeit

Kiran Chayew Dahlmanns

Diese fotografische Serie verdichtet flĂŒchtige ZustĂ€nde kollektiver Ekstase, aufgenommen im KitKat, einem Raum radikaler Selbstentgrenzung und somatischer Inszenierung.

Die Bilder operieren an der Schnittstelle von Körperpolitik, clubkulturellem Mythos und postidentitĂ€rer Ästhetik. UnschĂ€rfe trifft auf Imagination. Das Sichtbare entzieht sich, wĂ€hrend Begehren Transformation und Maskerade sedimentiert werden.

Körper erscheinen nicht als stabile Subjekte, sondern als flĂŒchtige Choreografien. Verknotet, entgrenzt, hybrid. Der Club wird zur BĂŒhne queerer Mythopoetik. Latex, Netzstrukturen, animalische Silhouetten; alles zirkuliert zwischen Performance, Affekt und Ritual.

In dieser visuell ĂŒberzeichneten Zone entstehen BildrĂ€ume, die weder dokumentarisch noch fiktiv sind. Sie existieren als liminale Fragmente zwischen Sichtbarkeit und Auflösung, NĂ€he und Unlesbarkeit. Die Serie ist kein Narrativ, sondern ein visuelles Echo eines Zustands.

Stadt. Land. Lichtenberg.

Stadt. Land. Lichtenberg.

Alexander Friedrich

In meiner Kindheit habe ich in Lichtenberg gewohnt. Erst 20 Jahre spĂ€ter bin ich wieder zurĂŒck in diesen Bezirk gezogen.

Im ersten Jahr habe ich viele alte Bekanntschaften zufĂ€llig auf der Straße in Lichtenberg getroffen – auch meinen damaligen besten Freund und seine Mutter. Sofort habe ich mich heimisch gefĂŒhlt. Scheinbar hatte dieser Stadtteil nur auf mich gewartet.

Die Serie „Stadt. Land. Lichtenberg.“ ist deshalb auch ein sehr persönlicher Einblick – ein Erkunden alter Orte. Gibt es diese noch? Oder was ist daraus geworden? Nostalgie und Gegenwart.

Diese Fotoserie will nichts beweisen, sondern zeigt das Miteinander von Alt und Neu, von Stadt und Mensch im Kiez. „Stadt. Land. Lichtenberg.“ ist eine LiebeserklĂ€rung.